Pressemitteilung vom 10.03.2012
Zum ersten Jahrestag der dreifachen Katastrophe in Japan erklären die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin:
Vor einem Jahr wurde Japan von einer dreifachen Katastrophe getroffen: Ein Erdbeben von beispielloser Stärke, ein verheerender Tsunami und ein mehrfacher Super-Gau in Fukushima brachten Tod, Zerstörung und unermessliches Leid für das Land. Das Erdbeben und der Tsunami forderten 20.000 Todesopfer. Immer noch gelten mehrere tausend Menschen als vermisst. 350.000 Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht. 320.000 Japaner leben auch ein Jahr nach der Katastrophe in Notunterkünften. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Opfern und ihren Angehörigen.
Die Dreifach-Katastrophe von Fukushima führte den Menschen weltweit die Risiken der Atomenergie deutlich vor Augen und erschütterte das Vertrauen in diese riskante Form der Energiegewinnung. Selbst in Frankreich will die Mehrheit der Bürger seit Fukushima keine neuen Atomkraftwerke mehr. In Deutschland musste die schwarz-gelbe Bundesregierung unter dem Eindruck von Fukushima eine Kehrtwende ihrer Atompolitik vollziehen. Die zuvor gegen den Widerstand der Bevölkerung durchgesetzte Verlängerung der Laufzeiten bis 2040 wurde zurückgenommen und ein Atomausstieg bis 2022 beschlossen.
Die notwendige Energiewende hat die Bundesregierung aber bis heute weder eingeleitet noch vollzogen. Statt der von Schwarz-Gelb ausgerufenen „Revolution“ deutet mehr auf eine Konterrevolution in der Energiepolitik hin.
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