Die Verbrechen der Nazis dürfen nie vergessen werden

Pressemitteilung vom 27.01.2011

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklären die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin:

Wir gedenken am heutigen Tag der Millionen Menschen, die von den Nazis in Konzentrationslager verschleppt und dort auf grausamste Weise gequält und ermordet wurden. Die Unmenschlichkeit und Verbrechen des Hitler-Regimes dürfen nie in Vergessenheit geraten.

In der Gedenkstunde des Bundestages hat mit Zoni Weisz erstmals ein Vertreter der Sinti und Roma an die Untaten der Nazis in den Konzentrationslagern erinnert. Seine Worte und Schilderungen haben uns sehr bewegt. Der Bundestag hat mit der Einladung an Weisz ein wichtiges Zeichen der Erinnerungskultur gesetzt. Sinti und Roma waren nach den Juden eine der am schlimmsten von der gnadenlosen Ausrottungsmaschinerie der Nazis betroffenen Gruppen. Angesichts dessen ist es besonders beschämend, dass sie auch heute noch ständig Opfer von Diskriminierung und Rassismus sind.

Zum Nicht-Vergessen gehört auch die umfassende Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und ihrer Verflechtungen mit der bundesdeutschen Geschichte. Angesichts der aktuellen Berichte über den BND, der den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann gedeckt und den „Schlächter von Lyon“ Klaus Barbie als Agenten beschäftigt haben soll, fordern wir die Bundesregierung auf, hier für schnelle und umfassende Aufklärung zu sorgen.

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