Trittin: Neue Umweltministerin „eigentlich handlungsunfähig“

Selbst zu Zeiten, als Frau Merkel noch Umweltministerin gewesen ist, hatte das Umweltministerium mehr Kompetenzen. Wir haben es damit zu tun, dass in dieser Bundesregierung künftig das Umweltministerium keinerlei Energiekompetenzen mehr hat. Unter meiner Verantwortung sind eigentlich die zentralen Kompetenzen für die erneuerbaren Energien ja ins Umweltministerium gekommen. Erst danach hat der Ausbau erneuerbarer Energien den Schwung aufgenommen, den er heute gefunden hat. Und es kommt etwas anderes hinzu: Wenn Sie die Energiekompetenz und die Klimakompetenz trennen, dann sind Sie eigentlich handlungsunfähig, insbesondere auch beim Klimaschutz, und das wird dann nicht dadurch kompensiert, dass man die eine oder andere Million noch zur Verfügung hat, um sie im Baubereich zu verbauen. Hier geht es ganz zentral um die Frage, ob die Bundesrepublik Deutschland, deren CO2-Emissionen ja in den letzten Jahren massiv angestiegen sind, im letzten Jahr massiv angestiegen ist, weil so viel Kohle verstromt worden ist, ob da endlich eine Trendwende eingeleitet wird, und da sind die Kräfte, die sich für Klimaschutz einsetzen, durch diese Ressortverteilung natürlich entscheidend geschwächt worden.

Jürgen Trittin im Interview mit Deutschlandfunk am 16.12.2013

 

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