U.S. Wahlkampf: Gerechte oder gespaltene Gesellschaft

Zu den jüngsten Vorwahlen in den USA erklärt Jürgen Trittin, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss:

Hillary Clinton wird die demokratische Präsidentschaftskandidatin. Sie tritt als erste Frau für das höchste Amt in den USA an. Sie hat dafür kämpfen müssen. Ihr parteiinterner Gegenkandidat Bernie Sanders hat die Agenda für mehr Gerechtigkeit bestimmt, ihr republikanischer Rivale Donald Trump aber den Ton im Wahlkampf angegeben.

Die USA stehen nun vor einer Alternative – wollen sie eine gerechtere Gesellschaft werden, oder eine gespaltenere.

Clinton wird beweisen müssen, dass sie soziale Ungleichheit glaubwürdig bekämpfen kann. Denn nun buhlt Trump um enttäuschte Bernie-Fans. Seine Botschaft lautet: „Ihr seid benachteiligt – aber nicht vom großen Geld, sondern durch Muslime und Mexikaner.“

Die Präsidentschaftswahl 2016 tangiert wichtige europäische Interessen. Europa wird – wer immer das Rennen macht – mit dem Gewinner zusammenarbeiten müssen, um die weltweite Krisen und Konflikte zu bewältigen. Es sind nicht nur unsere gemeinsamen Werte, die von den Populisten diesseits und jenseits des Atlantiks herausgefordert werden. Die globalen Herausforderungen von Klimawandel, Aufrüstung und Staatszerfall werden nur durch Kooperation, nicht durch Isolation und Abschottung zu bewältigen sein.

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