Trump-Nominierung: Panikmache und Isolationismus spalten die Gesellschaft

Zur Nominierung von Donald Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikaner erklärt Jürgen Trittin, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss:

Donald Trump ist es mit einer Mischung aus Panikmache und Protektionismus gelungen, als republikanischer Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden. Doch sein Versprechen „Make America great again“ ist nicht praxistauglich. Es spaltet die amerikanische Gesellschaft, wie es die republikanische Partei in die Selbstzerfleischung trieb. Es schwächt das Land.

Global – auch in Europa – wachsen rechter Populismus und Isolationismus. Der Glaube, man müsse sich nur auf die eigene Nation, die eigene Ethnie zurückziehen, und dann ginge es einem besser, wird kultiviert. Doch das Lob des Isolationismus ist die gefährlichste Lüge der Populisten. Es gibt in der umfassend globalisierten Welt von heute keine Herausforderung, die ein Staat alleine bewältigen kann. Das mussten auch die USA im Irak-Krieg erfahren.

Globale Herausforderungen können nur gemeinsam gelöst werden. Für diese Form der Kooperation braucht es multilaterale Bündnisse. Und es bedarf starker, nicht gespaltener Gesellschaften. Die Spaltungen zu überwinden ist die Herausforderung von heute. Stärker geht nur gemeinsam. In Amerika, in Europa, global.

 

Foto: Darron Birgenheier, Creative Commons 

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