Kretschmanns Lobrede entbehrt jeder Logik

Noch bevor der Wahlkampf begonnen hat, erklärt Winfried Kretschmann Frau Merkel für alternativlos. Das ist nicht nur eine Ohrfeige für die vier Grünen, die sich in einer Urwahl der Parteibasis stellen. Es konterkariert den Kurs der Eigenständigkeit, den sich Partei- und Fraktionsführung vorgenommen haben. Geht es nach Kretschmann, sollen die Grünen Wahlkampf nur noch als Juniorpartner von CDU und CSU machen.

Dass er es dann noch schafft, das Lob für Merkel mit einer Sympathieerklärung für Horst Seehofer zu verknüpfen, entbehrt der Logik. Seehofer ist der schärfste Kritiker ihrer Flüchtlingspolitik von rechts, der jede Abgrenzung zur AfD einreißt.

Das Lob der Kanzlerin für die Bewältigung der Eurokrise ist hingegen nicht begründet. Merkel hat Europa ihre Austeritätspolitik aufgedrückt und so die Krise verlängert. Sie hat Griechenland fast aus dem Euro gemobbt und so den Zusammenhalt in Europa unterminiert.

Hier geht es zum Artikel vom Tagesspiegel.

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