Angela Merkel muss selbstbewusst in Washington auftreten. Wir Europäer können und müssen den USA auf Augenhöhe begegnen. Merkel muss deutlich machen: es wird keine Deals an der EU vorbei geben. Trump muss klar klar gemacht werden, dass sich seine Hoffnung auf ein schwaches Europa nicht erfüllen wird.
Wenn die Trump-Administration ein unsinniges Aufblähen des Verteidigungsetats fordert, darf Merkel nicht wie ihre Verteidigungsministerin von der Leyen die Hacken zusammenschlagen. Wir dürfen uns nicht erpressen lassen. Es gibt keine Nachrüstungslücke. Europas NATO-Mitglieder geben allein dreimal soviel für Verteidigung aus wie Russland. Merkel sollte stattdessen Trump angesichts gefährliche Gedankenspiele zur nuklearen Aufrüstung zurückweisen. Ein erneutes Wettrüsten zwischen den USA und Russland würde die europäische Sicherheit gefährden. Stattdessen sollte Merkel einen Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Europa fordern. Das wäre ein echter Beitrag zu mehr Sicherheit.
Die Kanzlerin nimmt Wirtschaftsbosse mit nach Washington, während die Parlamentarier zu Hause bleiben müssen. Das sendet ein falsches Signal. Gerade bei Trump hätte sie klar machen müssen, wie wichtig Demokratie und Gewaltenteilung sind.
Bei der Gelegenheit sollte Trump auch an die Zusagen der USA beim Klimaschutz, bei den G7 und G20 erinnern werden. Klimaerhitzung ist real und muss bekämpft werden. Die USA müssen zu ihren Verpflichtungen stehen.
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