Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin erklärt zur Verabschiedung des Gesetzentwurfes zur Ehe für alle:
Der Bundestag hat heute endlich „ja“ gesagt. Ja zu gleichen Rechten für alle, die sich lieben. Ja zur Vielfalt in unserem Land, die Lesben und Schwule genauso einschließt wie Heterosexuelle. Ja zum Respekt für alle Menschen unabhängig vor deren sexueller Orientierung. Die Ehe für alle nimmt niemand etwas weg. Im Gegenteil, sie ist ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft insgesamt.
Nach jahrzehntelangem Kampf, nach langen Blockaden durch Schwarz-Gelb und zwei Großen Koalitionen, nach endlosen Diskussionen, in denen Lesben und Schwulen oft in verletzender Weise die gleiche Würde abgesprochen wurde, sind nun alle Menschen vor dem Standesamt gleich.
Seit drei Jahrzehnten kämpfen wir Grüne für die „Ehe für alle“. Dass sich Angela Merkel erst in ihrer Koalitionstaktik verzocken musste, damit endlich die Abstimmung in der Unionsfraktion als Gewissensentscheidung freigegeben wurde, ist dem Anliegen nicht würdig.
Aber das Gewissen der Abgeordnete hat richtig entschieden. Deutschland schließt sich damit den 22 Staaten an, die die Ehe bereits geöffnet haben. Es ist ein großartiger Tag.
Aber Anfeindungen und Ausgrenzung von Lesben und Schwulen sind damit noch nicht beendet. Mit dem Rückenwind der heutigen Entscheidung gilt es, Diskriminierungen im Alltag noch stärker entgegenzutreten.
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