Gravierende Fehler bestätigen Zweifel an Stellungnahme einiger Lungenärzte

Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin erklärt zu Fehlern in der Stellungnahme von über 100 Lungenärzten zu den Grenzwerten bei Stickoxid und Feinstaub:

Peinlich! Nun stellt sich heraus, dass die Stellungnahme einiger Lungenärzte auch noch gravierende Rechenfehler enthält. Für Wissenschaftler war die Argumentation der Lungenärzte zu Feinstaub und Stickoxiden an sich schon ziemlich armselig. Natürlich gibt es immer noch andere Gründe woran Menschen sterben können. Natürlich ist Rauchen gefährlich – und wer nicht raucht kann am Saufen sterben. Wer nun die Risikostudien ignoriert, die Grundlage für die Rechtsetzung in 2007 waren ist komplett unseriös. Eine Überprüfung der epidemiologischen Studien 2013 durch die WHO legt eher eine weitere Senkung der Grenzwerte nahe.

Alle gesetzlichen Grenzwerten werden auf der Basis des Vorsorgeprinzips gestützt auf epidemiologische Studien festgelegt. Hierbei gilt der Grundsatz des Schutzes der Gesundheit der Bevölkerung. Dieses Prinzip gebietet im Zweifel bei einer begründeten Evidenz die Wahl des niedrigeren Grenzwerts – und nicht etwa diese auszusetzen, bis Kinder, Asthmatiker oder Alte als Versuchskaninchen den letzten Arzt überzeugt haben. Im Zweifel für die Gesundheit sollte auch für Mediziner handlungsleitend sein.

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