Am 23.09.19 besuchte Jürgen Trittin den Stadtwald Göttingen und informierte sich dort bei Försterin Lena Dzeia über ihre Arbeit und die Auswirkungen des Klimawandels auf den hiesigen FSC-zertifizierten Wald. Auf einem 45-minütigen Spaziergang, an dem auch Stadträtin Maria Schmidt teilnahm, zeigte Dzeia unter anderem trockenheitsbedingte Schäden an Bäumen. Insbesondere die Buchen leiden unter den Dürresommern der vergangenen Jahre.

Im Gespräch während des Rundgangs ging es vor allem darum, wie nachhaltige Forstwirtschaft in der Praxis aussehen kann und welche Zielkonflikte in der alltäglichen Arbeit von Förster*innen eine Rolle spielen. So müsse beispielsweise laut Dzeia bei nahezu jeder Entscheidung zwischen Aspekten der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit abgewogen werden. Ferner gelte es stets die verschiedenen Funktionen des Waldes, zu denen auch die Erholungsfunktion gehört, zu berücksichtigen.

Der Termin fand vor dem Hintergrund der Grünen Aktionswoche #WäldermitZukunft statt. Im Rahmen der Aktionswoche besuchen Grüne Bundestagsabgeordnete im gesamten Bundesgebiet Wälder in ihrer Region, kommen mit Förster*innen in Gespräch und informieren sich bei diesen über den Zustand des Waldes vor Ort. Angesichts der schon heute deutlich erkennbaren Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder weltweit oder auch der gezielten Rodung von Waldflächen, beispielsweise im Amazonasgebiet Brasiliens, ist die Botschaft der Grünen klar: „Waldschutz ist Klimaschutz ist Waldschutz“. Daher wird eine schnelle und nachhaltige Waldwende gefordert, die unter anderem die Umwandlung von Plantagen- und Monokulturen zu naturnahen, klimabeständigeren Laubmischwäldern und eine verstärkte ökologische Bewirtschaftung von Wäldern beinhaltet.
Hintergrund:
Wir haben einen umfangreichen Aktionsplan mit Vorschlägen für einen gesunden und artenreichen Wald in den Bundestag eingebracht, den sie hier finden: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/130/1913079.pdf
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