Zum versuchten faschistischen Anschlag auf eine Einbecker Antifaschistin am Mittwoch, dem 10.06., erklärt Jürgen Trittin, südniedersächsischer Bundestagsabgeordneter (GRÜNE):
Der perfide Versuch, eine Antifaschistin mit einem Sprengstoffanschlag zu verletzen, reiht sich in eine Serie rechtsextremer Aktivitäten in Südniedersachsen ein. Ich solidarisiere mich ausdrücklich mit der Betroffenen.
Dass der mutmaßliche Täter keinen Erfolg hatte, dass er sich stattdessen selbst verletzt hat, ist kein Grund zur Beruhigung. Es bereitet mir große Sorge, dass Menschen massiv bedroht werden, die sich für eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen.
Die Dreistigkeit des Vorgehens zeigt, dass Nazi-Gewalttäter offensichtlich sehr sicher fühlen. Der Nazi ist öffentlich bekannt. Zuletzt war er durch Volksverhetzung vor der KZ-Gedenkstätte Moringen aufgefallen. Sein versuchter Anschlag von Einbeck mahnt: Rechtsextreme Aktivitäten müssen von den Behörden ernst genommen werden. Vorbereitungen für Sprengstoffanschläge dürfen den Sicherheitsbehörden nicht entgehen. Die Strafverfolgungsbehörden müssen rasch und konsequent aufklären. Sie müssen solche Taten dann auch zur Anklage bringen. Der Schutz der Zivilbevölkerung muss höchste Priorität haben.
Ich rufe gemeinsam mit vielen anderen Demokrat*innen zur Demo des Offenen Antifaschistischen Treffen Einbeck auf – am Freitag um 17 Uhr vor dem Rewe, Marktstraße 36, 37574 Einbeck. Wir GRÜNE stellen uns solidarisch mit den Opfern faschistischer Gewalt.
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