Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin begrüßt die Ankunft der Journalistenfamilie Siawash in Deutschland:
Ich freue mich, dass die bekannte afghanische Journalistenfamilie nun endlich in Deutschland und damit in Sicherheit ist. Sie ist auf Einladung des PEN und des Vereins Weimar – Stadt der Zukunft gekommen und nun im Landkreis Göttingen vorläufig unterkommen.
Es gelang mit der Unterstützung des Auswärtigen Amtes die Familie über Neu Delhi nach Deutschland kommen zu lassen, trotz der Coronapandemie in Indien. Für die Unterstützung dabei bedanke ich mich bei der Menschenrechtsbeauftragen Bärbel Kofler und dem Afghanistanbeauftragten Markus Potzel.
In einem Videogespräch mit der Familie in der Quarantäne informiert sich Jürgen Trittin am Freitag über die immer schwieriger werdende Lage für die Zivilgesellschaft und die Bedrohung der Pressefreiheit in Afghanistan.
Die Familie Siawash ist aufgrund ihres Einsatzes für unabhängigen Journalismus und Menschenrechte massiv in Gefahr geraten. Am 7. November letzten Jahres wurde der zweitälteste Sohn Yama durch eine Auto-Bombe ermordet. Die genaueren Umstände sind bis heute nicht bekannt. Die bedrohte Familie fordert öffentlich die Aufklärung des Mordes und will sich mit der Behauptung der Regierung, die Taliban seien verantwortlich, nicht zufrieden gibt. Diese weisen die Verantwortung im Übrigen zurück. Im Januar fanden in 20 afghanischen Provinzen Kundgebungen für die Aufklärung des Mordes statt. Einer der beteiligten Journalisten erhielt ebenfalls Drohungen, die ihn außer Landes trieben.
Die Familie Siawash betreibt gemeinsam die Zeitung Armaghan-e melli, die der Vater Mohammad Daood Siawash vor 10 Jahren gründete und an der er selbst und alle Kinder der Familie beteiligt sind, die drei Brüder Baktash, Babak, Kawoos und die beiden Schwestern Anahita und Nahid.
Baktash Siawash wurde außerdem 2010 jüngstes Mitglied des afghanischen Parlaments. Babak Siawash war Sprecher der bekannten Fernsehstation 1-TV, Kawoos Siawash praktizierender Arzt. Die beiden 15- und 16-jährigen Schwestern Anahita und Nahid, betreiben neben der Schule einen eigenen Blog im Internet.
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