Der südniedersächsische Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin erklärt zu den aktuellen Entwicklungen am Runden Tisch zur Werra- und Weserversalzung:
Die Reaktion der Naturschutzverbände, den runden Tisch zu verlassen, ist absolut nachvollziehbar. Zugunsten von K+S werden die Ergebnisse eines langen gemeinsamen Dialogs schlicht ignoriert. Während die Auswirkungen einer schon 100 Jahre andauernden Versalzung von Werra und Weser immer deutlicher zu Tage treten, werden wirtschaftliche Einzelinteressen noch immer der Möglichkeit einer nachhaltigen und umweltschonenden Produktion vorgezogen. Es kann nicht sein, dass dies noch 50 weitere Jahre geduldet wird.
Auch das Scheitern der Konferenz der Umweltminister der betroffenen Länder zeigt, dass der von Hessen eingeschlagene Weg nicht tragfähig ist. Wer meint, die Ergebnisse aus Runden Tischen und Mediationsverfahren und Einwände aus Nachbarländern ignorieren zu können, dem droht ein böses Erwachen. Denn dies führt nicht nur dazu, dass solche Verfahren zur Kompromiss- und Konsensfindung in Zukunft immer weniger akzeptiert werden. Wie schon bei anderen Auseinandersetzungen werden sich die Konfliktparteien vor Gericht wiedersehen. Das kann kein Weg zur Lösung des Problems sein.
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