„Katastrophe für Studierende“ – 450-Euro-Nothilfe-Bafög jetzt

Angesichts der Nöte vieler Studierender in der Coronakrise erklärt der südniedersächsische Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Grüne)

Seit Beginn der Corona-Krise haben ca. 40% der Studierende ihren Job verloren, auf den sie zur Finanzierung ihres Studiums angewiesen sind. Diesen Studierenden muss schnell und unbürokratisch geholfen werde. Deshalb fordern wir GRÜNE einen Nothilfe-Bafög von bis zu 450 Euro im Monat für Studierende. Eine echte Nothilfe muss Zuschuss abrufbar sein.

Die Nothilfe der niedersächsischen Regierung geht an der Lage vieler Studierender weit vorbei. Maximal 500€ über drei Monate sind nicht nur zu wenig. Die Anrechnung der Hilfe verkennt die Lebensrealität von Studierenden. Wer jetzt seinen Job los geworden ist, kann sich nicht einfach weiter verschulden. Hinzukommen lebensfremde Nachweispflichten. So sind ausländische Studierende, die für ihre Zulassung zum Studium 11.000 Euro auf dem Konto nachweislich vorhalten von der Nothilfe ausgeschlossen, da sie ja noch Geld haben. Greifen sie es an, kriegen sie ein Zulassungsproblem.

Der Göttinger AStA hat Recht: Wir haben es mit einer Katastrophe für Studierende zu tun. In der Krise ist der Druck auf Studierende eher gewachsen: Die Lernatmosphäre in den Online-Angeboten ist schwierig, die selbstbestimmte Organisation des Studienalltags leidet massiv. Es ist zu befürchten, dass es im Zuge der ausbleibenden Hilfe zu einer Welle von Abbrüchen kommt – ein Desaster für den Bildungsstandort Deutschland. Deshalb braucht es jetzt eine echte Hilfe.

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