Der südniedersächsische Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin erklärt zum Beginn der Impfungen im Impfzentrum in Göttingen:
Niedersachsens Impfchaos muss endlich ein Ende haben. Erst mit zwei Monaten Verspätung gehen jetzt die Impfzentren auch in Göttingen an den Start. Bis zu dem Zeitpunkt hat die Landesregierung ein ziemliches Durcheinander angerichtet. Der schleppenden Impfstart hat Niedersachsen auf den letzten Platz unter den Bundesländern gebracht. Dazu kam das Durcheinander bei der Verschickung der Briefe. Übertroffen wird es durch das Chaos wegen fehlender Telefonnummern, die der Stadt vorenthalten werden, um Termine verschieben zu können. Und noch immer hängen Menschen über 80 in den Warteschleifen von Hotlines. Sie warten dringend auf einen Termin für die Impfung, die sie schützt. Das Sozialministerium ist anscheinend überfordert.
Doch während Menschen über 80 Termine Ende März erhalten, wird schon darüber spekuliert, Lehrerinnen und Lehrer sowie Kita-Beschäftigten vorzuziehen. Geschwiegen wird darüber, welche vulnerablen Gruppen dafür zu Zehntausenden zurückstehen müssen, weil sie später geimpft werden. Doch auch dies wird die Pläne zur Schulöffnung nicht beschleunigen, denn ein Durchimpfen der Beschäftigten dauert Monate. Wie schon bei Schnelltest soll eine bloß rhetorische Ankündigung konkrete Maßnahmen ersetzen. Aber nur verfügbare und durchgeführte Schnelltest und mobilen Luftfilter helfen wirklich. Das sind die Voraussetzungen um bei einer Inzidenzzahl von unter 35 Schulen wieder öffnen zu können. Schulöffnungen um jeden Preis gestützt auf Ankündigungen bringen uns nur der Dritte Welle näher.

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