Der südniedersächsische Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin informierte sich am Montag, den 15. Juni, zusammen mit den Sprechern des Grünen Kreisverbandes Osterode Raymond Rordorf und Clarissa Reisen Bergmann beim Bürgermeister der Stadt Osterode Klaus Becker über den aktuellen Stand zur Einrichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Osterode. Der Bürgermeister stellte klar, dass er sich für eine solche Einrichtung Vorteile für die Stadt Osterode erhoffe. Für ihn ist es auch ein wichtiger Aspekt, dass dies bei der Verteilungsquote berücksichtigt wird. Wir erwarten, dass der Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft “Princess of Finkenwerder” Wolfgang Koch bereit ist mit Partnern vor Ort zu kooperieren. Für die Grünen Osterode, die dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber stehen, ist es wichtig, dass die Lage aufgrund des Ergebnisses der Verhandlungen des Eigentümers mit dem Land bewertet werden. Dazu müssen auch erst die Bauunterlagen beim Landkreis geprüft werden. Nach unseren Informationen soll der Antrag dazu bis Mitte Juli eingehen und die Verwaltung dann voraussichtlich 6 Wochen zur Prüfung benötige.
Angesichts der stark gestiegenen Flüchtlingszahlen sieht Jürgen Trittin die Notwendigkeit mehr Kapazitäten bei Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen. „Es kann nicht sein, dass es teilweise in den Einrichtungen aufgrund der Verweilzeiten der Flüchtlingen nicht möglich ist, die Erstaufnahme abzuschließen.“, so Trittin. Dazu könnte eine Erstaufnahmeeinrichtung in Osterode hilfreich sein. Doch sollten bei dem Projekt die Wohlfahrtsverbände und andere soziale Einrichtungen mit einbezogen werden und das Land möglichst auch für die Sozialarbeit zuständig sein. Im Anschluss an dem Termin schaute sich Jürgen Trittin das vorgesehene Gelände von außen an.
Des Weiteren informierte sich Jürgen Trittin beim Männerhaus Harz beim Geschäftsführer Raymond Rordorf über die Arbeit. Deutschlandweit gibt es nur wenige solche Einrichtungen für Männer.
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